Übersicht: Die endobronchiale Ventilimplantation ist eine neue
Alternative zur operativen Lungenvolumsreduktion. Der Patient erhält
bronchoskopisch ein oder mehrere kleine Ventile in die Bronchien des am meisten
betroffenen Lungen-lappens eingesetzt. Dieses
Einwegventil verhindert, daß die inspiratorische Atemluft in die
emphsematösen Abschnitte gelangt. Die Luft kann jedoch durch dieses Ventil
abgeatmet werden. Somit wird eine Volumenverkleinerung dieser Emphysembezirke
erreicht, die Überblähung nimmt ab und erleichtert die
Atmung.
Durchführung: Die Herz-Thorax-Chirurgie des AKH Wien und die 1. Interne Lungenabteilung des OWS bilden ein Studienzentrum. Patienten werden an beiden Häusern sowie mit Hilfe niedergelassener Fach- und prakt. Ärzte rekrutiert. Nach einer ambulanten Lungenrehabilitation mit 16 Sitzungen und Anleitung zum Heimtraining erfolgt die Randomisierung: 2/3 der Patienten erhalten die Ventile; 1/3 führt das Rehab-Training weiter (Kontrollgruppe). Das Follow-up läuft über ein Jahr.
Einschlußkriterien:
Grunderkrankung: Heterogenes Lungenemphysem
Alter:
40
- 75 Jahre
Lungenfunktion:
FEV1
< 45 % des Soll-Wertes
TLC
>
100 %
RV
>
150 %
Blutgase:
PaO2
>
45 mm Hg bei Raumluft
PaCO2
<
50 mm Hg
Ausschlußkriterien:
-
FEV1
< 15 %
-
Alpha1-Antitrypsin-Mangel
-
Frühere Lungenoperationen
-
Lungenrundherd
-
Pulmonale
Hypertonie
-
Neoplasie mit
Beeinträchtigung der 5-a-Überlebensrate
www.copd-alert.com/VENTCNT2.htm
www.centerwatch.com/patient/studies/stu54785.html
Information über Herstellungsfirma:
www.emphasysmedical.com
Bei
Interesse an einer Teilnahme ersuchen wir um
Kontaktaufnahme:
AKH: Prof. Klepetko, Prof. End,
adelheid.end@meduniwien.ac.at (Tel.: 01/40400-5620)
OWS: Prof. Burghuber, Dr.
Valipour (Tel.:
01/91060-41 008)